Jedes Kind ist anders, nur darin sind sich alle gleich!

Monatsarchive: August 2022

Abschlussgottesdienst 2022

Zum Schuljahresende feierte unsere Schulfamilie gemeinsam mit einigen Eltern und Pfarrer Markter den Abschluss in St. Michael in Mering. Dazu trugen die Religionslehrerinnen eine Geschichte vor, die das Miteinander der Menschen versinnbildlichte und zum Weiterdenken aufforderte:

Eine Taube namens Frieda besaß ein besonderes Gefieder. Jede Feder war mit Fähigkeiten und Fertigkeiten ausgestattet, mit denen Frieda helfen konnte. Kamen die Kinder bei den Hausaufgaben nicht weiter, eilte Frieda zu Hilfe. Sie half den Müttern, Vätern und einfach allen, die gerade mit ihren Problemen nicht fertig wurden.

Eines Tages wurde Frieda traurig. Sie konnte nicht mehr hilfreich unter die Arme greifen, denn es waren einfach zu viele Menschen, die ihre Unterstützung in Anspruch nahmen. Es war schlichtweg unmenschlich. Frieda zog sich traurig zurück. Da hatte sie eine Idee: Sie zupfte sich ihre Federn aus und ließ sie auf die Erde fallen. Die Menschen sammelten diese Federn ein und erlangten dadurch selbst die wertvollen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Von diesem Moment an, konnten sich die Menschen untereinander helfen und Frieda war glücklich und blickte zufrieden auf das harmonische Miteinander auf der Erde. Mit welchen Fähigkeiten die Menschen nun ausgestattet wurden, beantworteten die Viertklässler aufschlussreich im Religionsunterricht.

In dieser positiven Stimmung wünschen wir allen erholsame Ferien!

 

Na(h)gut! Projekt der dritten Klassen 2022

Im Rahmen des Na(h)gut! Projektes besuchten alle dritten Klassen in der letzten Schulwoche in Wilpersberg den Biolandhof. Dort gewährte uns Frau Kreppold einen Einblick in die biologische Hofhaltung, bei der auf Kunstdünger und Pestizide komplett verzichtet wird. Mit einem Spatenstich zeigte die Seniorbäuerin die vielen Würmer, die sich durch den Boden fressen und somit das Erdreich wunderbar auflockern. Zum Bestäuben der Obstbäume helfen die Wildbienen, die Unterschlupf in einem aufgestellten Insektenhotel finden. Das Motto: „Die Natur hilft sich selbst!“ wird auf diesem Bauernhof auf sinnvolle Weise genutzt. Am besten gefielen den Kindern die zahlreichen Tiere, die streng nach den biologischen Richtlinien und dementsprechend artgerecht gehalten werden. Die Angus-Rinder bekommen kein Kraftfutter und dürfen nach der Geburt ihre Kälber bei sich haben. Erstaunt zeigten sich die Kinder über die Länge der Zunge einer Kuh. Nachdem Frau Kreppold die Nahrungsaufnahme dieser Wiederkäuer beschrieb, verstanden die Schüler den Zusammenhang. Beim Quetschen der Weizenkörner produzierten die Drittklässler Flocken, die sie für ein leckeres Müsli mitnehmen durften. Die zu Mehl vermahlenen Körner wurden für das Stockbrot verwendet, das die Kinder an einer Feuerstelle fertig backten.  An diesem Tag endete der Schulvormittag auch um 13.00 Uhr, doch jedes persönliche Schatzkästchen war heute mit ganz besonderen Eindrücken gefüllt!

Gautschen 2022

Seit 25 Jahren findet das „Gautschen“ in unserer Ambérieuschule statt. Endlich ist es nach drei Jahren wieder möglich gewesen, Schuldrucker auszubilden. Über das Schuljahr erlernten die fleißigen „Druckerlehrlinge“ die Schwarze Kunst von Grund auf. Dazu gehörte, wie man die Buchstaben richtig, also spiegelverkehrt, auf kleine Setzbänke legte, die Druckstöcke einfärbte und schließlich wie man behutsam eine Walze über das Papier schob. Ein aufwendiges Verfahren, das schließlich zum Erfolg führte. Die Schüler:Innen begaben sich hierbei auf die Spuren von Johannes Gutenberg, der bereits im Mittelalter schon die hervorragende Idee hatte, mit den beweglichen Buchstaben zu drucken.
Der 500 Jahre alte Brauch, der im Pausenhof nun in der vorletzten Schulwoche zelebriert wurde, erhob alle „Druckerlehrlinge“ nach dieser Ausbildung in den „Druckergesellenstand“. Zunächst wurden die „noch Lehrlinge“ auf einen nassen Schwamm gesetzt und nach dem Zuruf der gesamten Schule: „Pack an!“ von Packmeister und Schwammhalter in den mit Wasser gefüllten Holztrog von ihren „Druckersünden“ reingewaschen. Diese „Taufe“ führte die historische Druckergilde aus Kaltenberg durch. An diesem heißen Tag genossen die Kinder die kleine Abkühlung sichtlich.

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